Torschrei-Bärs Prognose: Europa League Teilnehmer

Freitag, 8. Januar 2010

Die Prognose der Europapokalplätze ist in diesem Jahr schwierig wie selten, liegen zwischen dem Spitzenreiter und Tabellenplatz 10 nur mickrige 11 Punkte. Doch nicht jede dieser Mannschaften halte ich für reif genug, um im Kampf um die Plätze vier und fünf auch am Saisonende eine entscheidende Rolle zu spielen. Bemühen wir also das Ausschlussverfahren...

Die Eintracht aus Frankfurt besitzt weder den Sturm noch die Abwehr, um die bisher mehr als solide Punkteausbeute wiederholen oder gar überbieten zu können. Selbst bei einem möglichen Amanatidis-Ersatz fehlt die Qualität, was Trainer Skibbe auch nicht bestreitet.

Auch Mainz wird im oberen Tabellendrittel keine Rolle spielen. Nachdem in den ersten Wochen sowohl Neuzugänge als auch U21-Bubis einschlugen wie Bomben, ist der Tuchel-Club in der Realität angekommen und hat nun ein solides Polster im Abstiegskampf.

Der VfL Wolfsburg scheint derzeit mehr mit sich selbst und der Kaderplanung für die nächste Saison beschäftigt als mit den aus den Augen verlorenen Saisonzielen. Dzeko-Transfergerüchte, Grafite-Tamtam, Gentner-Verkauf, Dieter Hoeneß – Einarbeitung. Es scheint eine Phase des Umbruchs anzustehen. Zuviel für echten Erfolg in der Liga.

Bei der Borussia aus Dortmund wird es auch in diesem Jahr nichts mit dem Europapokalplatz. Aber auch in dieser Saison wird es knapp. Zu sehr ist die Kreativabteilung von der Form eines Nuri Sahin abhängig. Zu schwach sind die Schwarz-Gelben im Torabschluss. Eine tolle Jubiläumssaison ohne Happy End.

Der letzte Top-Club, der am Ende der Saison mit leeren Händen dastehen wird, ist kein geringerer als der Hamburger SV. Bis heute glaubt man, mit dem vorhandenen Stürmermaterial ganz vorne mitspielen zu können. Doch Elia ist als Sturmspitze verschenkt und Petric allein kann und wird es vorne nicht richten. Berg ist noch nicht soweit, Guerrero wird noch lange fehlen. Dazu Ze Roberto als überragender Mann im Mittelfeld mit körperlichen und familiären Problemen noch lange nicht wieder in alter Form. Eine gute Mannschaft, aber nicht gut genug für:

TSG Hoffenheim und Schalke 04! In beiden Vereinen wird ruhig und sachlich gearbeitet, beide Vereine haben einen guten Trainer. Bei der TSG lief in der Hinrunde noch nicht alles rund, nun aber sind die Topspieler wieder an Bord und in Form. Der Kader hat durchaus Potenzial für die Championsleague, acht Punkte Rückstand auf Platz3 lassen sich aber so einfach aufholen, wenn die dort platzierte Mannschaft Bayern München heißt.
Beim FC Schalke 04 lief dagegen in der Hinrunde alles für die Knappen. Trotz phasenweise unansehnlichem Gekicke wurde gepunktet ohne Ende, so dass man dem Vize-Herbstmeister Tribut vor den Ergebnissen, nicht aber vor den spielerischen Leistungen zollen muss. Trotz punktueller Verstärkungen werden die Knappen dank Transfertheater um Kuranyi, Rafinha und Co. von der Realität eingeholt, mehr als Platz 4 ist nicht drin. Denn da gibt es noch drei andere Clubs, die es besser machen…


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