Sponsorenverträge für Clubbesitzer - ECA und UEFA planen die Zukunft für finanzielles Fairplay *UPDATE*
Freitag, 28. Mai 2010
In ihrer gestrigen Sitzung hat das UEFA-Exekutivkomitee der Klublizenzierung und dem finanziellen Fairplay einstimmig zugestimmt.
Wie von der ECA vorgeschlagen, erstreckt sich die Umsetzung über die nächsten drei Spielzeiten und soll dann ab der Saison 2013/2014 voll in Kraft treten. Zur Kontrolle, wird eine unabhängiges Gremium für Klubfinanzen unter dem Vorsitz von Jean-Luc Dehaene eingerichtet. Dabei sind die folgenden Eckpunkte besonders wichtig:
1. Notwendigkeit zum Ausgleich der eigenen Bilanz – Vereine dürfen nicht mehr ausgeben, als sie über eine bestimmte Zeitspanne generieren
2. Außenstände dürfen nicht über die Saison generiert werden – das gilt gegenüber anderen Vereinen, Angestellten und/oder der Sozial-/Steuerkasse
3. Bereitstellung der zukünftigen finanziellen Informationen – um sicherzustellen, dass die Klubs ihre zukünftigen Verpflichtungen erfüllen können
Im Juni, wird die UEFA genauere Details auf ihrer Homepage veröffentlichen, wie die neuen Regeln zur Klublizenzierung aussehen werden.
Ursprünglicher Artikelvom 10.03.2010
Dass sich der UEFA-Direktor gerne für die kleineren Verbände und Vereine einsetzt, ist nichts neues. Nach den Reformen der Champions League Qualifikation treibt er aktuell das finanzielle Fairplay voran. Das Ziel ist, dass man Vereinen, die in einem gewissen Zeitraum mehr Geld ausgeben als sie einnehmen, einen Riegel vorschieben kann und sie so aus den europäischen Vereinswettbewerben ausgeschlossen werden können.
Ein großes Problem bei diesem Vorhaben sind aber die Eigentümer von Fußballvereinen. Treten diese wie Dietmar Hopp in Hoffenheim, Roman Abramovich bei Chelsea oder der arabische Scheich Mansour bei Manchester City als Mäzene auf, ist der Geldfluss kaum mehr zu kontrollieren. Doch das soll ab dem Jahr 2012 anders werden.
In der vergangenen Woche traf sich in Manchester die European Club Association (ECA). Dort wurde sich über das finanzielle Fairplay ausgetauscht. In Zusammenarbeit mit der UEFA hat man so die Weichen für die Zukunft des europäischen Vereinsfußballs gestellt. Die Vertreter von 144 Vereinen aus allen 53 UEFA-Mitgliedsverbänden haben sich dort auf folgende Punkte geeinigt:
1. Abkommen über die Kostendeckung mit begrenztem Eigenkapital-Zuschuss
2. Ausbleibende Verbindlichkeiten müssen schnellstmöglich abgetragen werden
3. Schrittweise Durchführung in fünf Jahren mit einer Übergangszeit, von 2012 bis 2015, damit Clubs sich an alle Arten von unterschiedlichen Situationen anpassen können
4. Unterstützung für die Einführung auf nationaler Ebene
Wenn man diese vier Punkte konsequent umsetzt, dann wird man in Zukunft zwar nicht unbedingt für jeden Verein die gleichen Vorraussetzungen haben, wenn es um den Sieg in der Champions League geht, aber besonders der 1. Punkt macht es den Clubbesitzern und Investoren fast unmöglich sich eine Mannschaft nach Lust und Laune zusammen zu kaufen. Sie dürfen zwar weiterhin ihr eigenes Geld in den Verein pumpen, aber nur noch in beschränktem Maße. Des weiteren sollen diese Mäzene in Zukunft einen Sponsorenvertrag mit den Vereinen eingehen, damit die UEFA kontrollieren kann, in welchem Umfang das Geld in den Verein fließt und es soll gewährleistet sein, dass ein kontinuierlicher Geldfluss vorliegt, damit ein Besitzer nach einer unbestimmten Zeit nicht das Interesse verliert und die privaten Zahlungen einstellt.
Die großen Clubs von heute werden durch diese Maßnahmen ihre Vormachtstellung bestimmt nicht verlieren, aber die Lücke zu den Clubs aus der zweiten Reihe, die heute schon diese Auflagen erfüllen, wird auf jeden Fall kleiner. Auch das vorübergehende Einkaufen in die Spitze wird so auf ein Mindestmaß reduziert. Im Fußball geht es um viel Geld, aber es geht auch um Prestige und an den kommt man nur durch sportlichen Erfolg. Dabei sollte jeder mit möglichst gleichen Waffen kämpfen.






































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