WM Vorschau - Gruppe G

Samstag, 27. März 2010

Gruppe G: Brasilien, Nordkorea, Elfenbeinküste, Portugal

Die Gruppe G gilt als die Todesgruppe dieser Weltmeisterschaft. Genau wie 2006 ist erneut die Elfenbeinküste in die vermutlich schwerste Gruppe gelost wurden. Die Mannen um Didier Drogba treffen auf die Weltfußballer von 2008 (Christiano Ronaldo) und 2007 (Kaká). Die Spieler aus Nordkorea werden wohl nur Beiwerk sein, wenn sich die Schwergewichte des Fußballs duellieren.


Brasilien

bisherige WM-Teilnahmen: 18
bestes abschneiden bei einer WM: Weltmeister (1958, 1962, 1970, 1994, 2002)
größte Erfolge: Weltmeister (5-mal, zuletzt 2002), Copa America (8-mal, zuletzt 2007)
Trainer: Carlos Dunga (Weltmeister 1994, Vize-Weltmeister 1998)
Starspieler: Kaká (Real Madrid) und Luís Fabiano (FC Sevilla)

Wenn im Sommer die 19. Fußball-Weltmeisterschaft ausgespielt wird nimmt der Rekordweltmeister auch zum 19. Mal am Turnier teil. Die Qualifikation schaffte man als Gruppensieger. Auch dank des neuen Trainers Carlos Dunga. Haben brasilianische Mannschaften in der Vergangenheit durch ihren Zauberfußball beeindruckt, so hat es Dunga geschafft die Seleção europäisch spielen zu lassen.
Aber ist europäisch auch erfolgreich? Immerhin hat man mit dem eigenen Stil schon fünf Titel gewinnen können. Doch der internationale Fußball hat sich in den letzten Jahren schnell entwickelt und in Deutschland sind die Brasilianer böse erwacht.

Prognose: Wie bei jeder WM gehört die Auswahl aus Brasilien zu den Top-Favoriten. Zwar hat man die schwerste Gruppe erwischt, aber wer den Titel will, der muss sich auch in einer Todesgruppe durchsetzen.


Nordkorea

bisherige WM-Teilnahmen: 1
bestes abschneiden bei einer WM: Viertelfinale (1966)
größte Erfolge: WM-Viertelfinale (1966)
Trainer: Kim Jong-hun
Starspieler: Chong Tese (Kawasaki Frontale) und Yong-Gi Ryang (Vegalta Sendai)

Über die Mannschaft von Nordkorea kann man nicht viel sagen. Nur wenige Spieler haben Clubs im Ausland und bis auf den FC Rostov (1. Liga Russland) von Hong Yong-jo sind die Clubs alle aus asiatischen Ligen. In der Qualifikation setzte man sich in der 1. Gruppenphase als 2. der Gruppe, punktgleich mit Südkorea, durch. In der 2. Gruppenphase war die Sache deutlich knapper, doch auch am Ende reichte es dank des Torverhältnisses zu Platz 2. Auch weil die schon qualifizierten Südkoreaner ihr letztes Spiel gegen den Iran nicht verloren.

Prognose: Ein erneutes erreichen der KO-Phase wäre ein Wunder. Selbst mit einem Punktgewinn rechnen die wenigsten.


Elfenbeinküste

bisherige WM-Teilnahmen: 1
bestes abschneiden bei einer WM: Vorrunde (2006)
größte Erfolge: Afrikameister (1992)
Trainer: Vahid Halilhodžić
Starspieler: Didier Drogba (FC Chelsea) und Yaya Touré (FC Barcelona)

Durch die Qualifikation sind die Ivorer marschiert wie eine Herde Elefanten auf dem Weg zum Wasserloch. Sie haben sich durch keinen Gegner aufhalten lassen. Wie bereits 2006 galten sie im Vorfeld als Geheimtipp bei den Anwärtern auf eine Final-Teilnahme, aber diese Erwartungen wurden Ende 2009, Anfang 2010 stark eingebremst.
Nach 2006 ist man erneut in die schwerste Vorrundengruppe gelost wurden, weswegen erneut ein frühzeitiges Ausscheiden droht. Den nächsten Dämpfer gab es dann beim Afrikacup im Januar, bei dem in der Vorrunde gegen Burkina Faso nur zu einem 0:0 kam und bereits im Viertelfinale in der Verlängerung mit 2:3 an Algerien scheiterte – nachdem man erst in der 89. Minute mit 2:1 in Führung gegangen war.


Prognose: Die Elefanten sind auf dem Papier die stärkste afrikanische Mannschaft, aber sie rufen dieses Potential zu selten ab. Wenn man nicht aufpasst ist die WM schneller vorbei, als sie angefangen hat. Das Auftaktspiel gegen Portugal wird wahrscheinlich bereits die Entscheidung für ein Weiterkommen sein.


Portugal

bisherige WM-Teilnahmen: 4
bestes abschneiden bei einer WM: Halbfinale (1966 und 2006)
größte Erfolge: Vize-Europameister (2004)
Trainer: Carlos Queiroz (Juniorenweltmeister als Trainer 1989 und 1991 mit Portugal)
Starspieler: Christiano Ronaldo (Real Madrid) und Simão (Atletico Madrid)

Hätten die Schweden am vorletzten Spieltag nicht bei den Dänen verloren, hätten die Portugiesen die WM aus der Heimat beobachten können. Gewonnen haben aber die Dänen und die Portugiesen haben ihre Pflichtaufgaben gegen die Ungarn und gegen Malta gelöst und die Portugiesen konnten sich noch für die Relegationsspiele qualifizieren. Gegen Bosnien lies man auch ohne Superstar Christiano Ronaldo nichts anbrennen und konnte sich mit zwei 1:0 Tickets nach Südafrika sichern.
Dort gehört man erneut zum erweiterten Kreis der Favoriten, aber wie bei den Ivorern hängt alles vom Überstehen der Gruppenphase ab.

Prognose: Die portugiesische Selecção hat in der Qualifikation beängstigend oft versagt. Dennoch ist man jetzt bei der WM dabei. Die Chancen auf das erreichen der KO-Spiele liegt bei 50%. Sollte man gegen die Elfenbeinküste verlieren ist man nach dem 1. Spiel so gut wie raus.

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