Vorschau, 14 Spieltag

Donnerstag, 25. November 2010

Langsam geht die Hinrunde dem Ende entgegen. Das alles überragende Teams aus Dortmund kann sich auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft nur noch selber schlagen. Zu Groß ist der Vorsprung auf die Verfolger Mainz (7 Punkte Rückstand) und Leverkusen (9). Die viertplazierten Hannoveraner haben bei einem Rückstand von 12 Punkten nur noch theoretische Chancen Weihnachten an der Tabellenspitze zu feiern.
Wesentlich enger geht es da im Tabellenkeller zu. Dort beträgt der Rückstand vom Schlusslicht Borussia Mönchengladbach nur einen Punkt auf den Relegationsplatz und das rettende Ufer ist mit nur drei Punkten in unmittelbarer Schlagdistanz. Selbst Wolfsburg auf Platz 11 liegt nur sechs Punkte entfernt und somit näher, als die Mainzer den Dortmundern.

Und diese Mainzer können am Freitagabend ihren Rückstand auf den BVB verkürzen. Dafür müssen sie aber die Leistung der letzten Woche bestätigen und zeigen, dass sie ihre Zwischenkrise überwunden haben. Von einer Zwischenkrise kann man aber auch in Nürnberg sprechen, immerhin wurden die beiden letzten Spiele verloren, mit jeweils drei Gegentoren.

Am Samstagnachmittag folgt den Mainzern dann Bayer Leverkusen. Sie reisen zum Spitzenspiel nach Hoffenheim. Eine Paarung, die sich aus Sicht der Werkself immer lohnt. Man hat bisher alle vier Begegnungen in der Bundesliga für sich entscheiden können und dabei 13:3 Tore erzielt. Da unter der Woche auch nur Spiele in der Champions League anstanden, hat man zudem keinen Nachteil durch Doppelbelastung und Reisestress. Zwar wäre ein Punkt in Hoffenheim ein gutes Ergebnis, doch nach der Punkteteilung gegen die Bayern am letzten Samstag benötigt man jetzt alle drei Punkte, will man die Borussia am Abend nicht noch weiter davonziehen lassen.

Auf Augenhöhe stehen sich auch Bayern München und Eintracht Frankfurt gegenüber. Beide haben bisher 20 Punkte auf ihrem Konto, doch was für die Frankfurter ein gutes Ergebnis darstellt ist für die Bayern enttäuschend. Da kommt ihnen dieses Duell gerade Recht. Wenn die Frankfurter in München spielen, dann nehmen sie nur selten Punkte zurück nach Hessen. Den letzten Punkt gab es vor drei Jahren, als man sich ein 0:0 ermauern konnte. Der letzte von bisher drei Siegen liegt auch schon zehn Jahre zurück. Damals konnte man durch Tore von Schur und Fjörtoft mit 2:1 im Olympiastadion gewinnen.

Vor der Saison hätten bei dem Spiel Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart an ein Verfolgerduell oder sogar Spiel um die Tabellenspitze gedacht. Aber davon sind beide Vereine im Moment weit entfernt. Beide Mannschaften, besonders die Stuttgarter sind zu unbeständig in ihren Leistungen. Doch während die Hamburger noch in Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen liegen, stecken die Schwaben immer noch im Abstiegskampf fest.

Abstiegskampf ist auch das Stichwort beim Spiel Kaiserslautern gegen Schalke 04. Doch mit einem Sieg könnten beide Teams einen Schritt raus aus dem Keller machen. Die Form sollten beide dazu haben, immerhin konnten die Roten Teufel in ihrem letzten Heimspiel aus einem 0:3 noch ein 3:3 machen und dann letzte Woche in Nürnberg gewinnen. Und auch die Schalker haben mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen einen kleinen Lauf. Zudem haben sie sich in der Champions League bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert.

Die 5. Partie des Nachmittags findet in Hannover statt. Dort empfängt der Vierte den Sechsten der Tabelle. Zwei Teams, die ebenso positiv überraschen, wie Mainz oder Frankfurt. Von den bisher drei Bundesligaspielen zwischen Hannover und Freiburg in der AWD-Arena konnten die Niedersachsen zwei Spiele gewinnen und eins endete Unentschieden. Durch die Tatsache, dass an diesem Spieltag fast nur Tabellennachbarn direkt gegeneinander spielen, ist ein Sieg in so einem Duell bekanntlich doppelt wichtig.

Am Abend steht dann das Duell der beiden Borussias an. In Dortmund gastieren die Fohlen aus Mönchengladbach. Ein Duell, das an diesem Spieltag definitiv nicht auf Augenhöhe stattfindet. Immer hin trennen beide Mannschaften 24 Punkte – Dortmund grüßt von der Tabellenspitze und Mönchengladbach trägt die Rote Laterne. Zudem sollten in diesem Spiel Tore wie am Fließband fallen, da die schlechteste Abwehr (Mönchengladbach, 36 Gegentore) auf die stärkste Offensive (Dortmund, 31 Tore) trifft. Und auch Mönchengladbach stellt mit bisher 23 Toren eine der besten Angriffsreihen (Platz 5) der Liga, auch wenn die Dortmunder ihrerseits mit nur acht Gegentoren die beste Abwehr der Liga dagegenstellen.


Der Sonntag gehört dann den weiteren Krisenclubs der Liga. Zunächst gastieren die Kiez-Kicker aus St. Pauli in Bremen. Schaut man sich die Form-Tabelle (nur die letzten fünf Spiele berücksichtigt) auf der Homepage der DFL an, dann findet man diese beiden Mannschaften ganz am Ende. Und für die Hamburger scheint sich daran auch nichts zu ändern. Immerhin spricht die Statistik klar für Bremen. Der einzige Sieg von St. Pauli datiert aus ihrem ersten Aufeinandertreffen in der Bundesliga. Am 1. Spieltag der Saison 1977/1978 konnte man als Aufsteiger mit 3:1 im heimischen Millerntor gewinnen. Doch seitdem gab es keinen weiteren Sieg mehr. Vielleicht können sich die Bremer nach dem vorzeitigen Ausscheiden aus den internationalen Wettbewerben in der Liga jetzt wieder rehabilitieren.

Abgerundet wird der Spieltag dann in Köln, wo der VfL Wolfsburg zu Gast sein wird. Genau wie in dem Spiel Dortmund gegen Mönchengladbach sollten hier Tore garantiert sein. Bisher endete erst ein Spiel torlos (am 16. März 2001 in Köln) und es viele im Schnitt 3,7 Tore pro Spiel. Zumindest für neutrale Beobachter sollte also für einen runden Abschluss dieses Spieltags gesorgt sein.

Kommentar veröffentlichen

Related Posts with Thumbnails
wong Reddit Linkarena live myspace_de twitter_de Yigg del.icio.us Digg facebook Google Newsvine Yahoo

Beliebte Posts

Letze Kommentare

  © Blogger template Brownium by Ourblogtemplates.com 2009, customized by M.Viefhues

Back to TOP