Adventskalender: 9. Dezember

Donnerstag, 9. Dezember 2010


"Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel – man weiß nie, was man bekommt!"


Das Zitat aus dem Film Forrest Gump kann man auch wunderbar auf den Fußball übertragen. Immerhin weiß man vor dem Anpfiff nicht, wie sich das Spiel in den 90 Minuten entwickeln wird. Das unser heutiges Stadion allerdings "Pralinenschachtel" genannt wird hat weniger mit den unerwarteten Spielverläufen, sondern viel mehr mit der architektonischer Form des Stadions.

Als in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires der Club Boca Juniors 1938 ein neues Stadion bauen wollte hatten sie nicht viel Platz. Die Stadt war dicht besiedelt und so musste man beim Bau improvisieren. Auf Grund des Platzmangels wurde das Estadio Alberto Jacinto Armando, früher Estadio Camilo Cicher, als ein Halbrund gebaut. Auf den drei Rängen, die sich hinter beiden Toren und über die Haupttribüne steil in den Himmel emporragen finden ca. 55.000 Fans platz.


Haupttribüne in La Bombonera kurz vor dem Spiel
Quelle: flickr.com, User: DhubaX


Im krassen Gegenteil dazu steht die Gegengerade. Die Tribüne erhebt sich senkrecht nach Oben. Es ist keine klassische Tribüne, sondern besteht aus vielen VIP-Logen mit Balkonen für weitere 2.780 Plätze. Zusammen mit den heißblütigen Fans – sie werden "La Doce" genannt, der 12. Mann – ist die VIP-Tribüne das Erkennungsmerkmal von La Bombonera, der Pralinenschachtel.


Die VIP-Logen in La Bombonera
Quelle: wikimedia, User: Finizio

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